Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

meine sehr verehrten Damen und Herren,

wir werden heute den Haushalt der Gemeinde Leopoldshöhe für die Jahre 2022 und 2023 beschließen.

Angesichts der weltpolitischen Lage und pandemiebedingten zurückliegenden Zeit scheint es fast so, als wenn Ausblicke auf die Zukunft nahezu unmöglich erscheinen. Denn plötzlich ändert sich alles. Gemeinschaft, Zusammenhalt und der Konsens über demokratische Grundwerte wurden während der Pandemie mit den Füßen getreten. Unsagbares wurde sagbar und Expertise erlangte man neuerdings an der Universität Youtube und in der Telegram Schule.

Und nun dieses. Ein Diktator hat sich entschlossen ein Nachbarland anzugreifen und dem eigenen Volk und dem Nachbarvolk Leid zuzufügen. Für viele Menschen der älteren Generation blitzt der Schrecken von vor mehr als 70 Jahren wieder auf. Einmal mehr, wird unser aller Zusammenhalt und die Demokratie auf die harte Probe gestellt. Eines ist sicher, dass Vertrauen in die Machthaber Russlands ist schwer erschüttert.

Im Gegenteil dazu, haben wir hier in Leopoldshöhe eine vertrauensvolle Arbeit zwischen Verwaltung und Politik geschaffen, welche zum Ziel hat für unsere Gemeinde das Bestmögliche zu erreichen. Gemeinsam haben wir den städtebaulichen Wettbewerb im Baugebiet Brunsheide auf den Weg gebracht, und ich kann Ihnen als Mitglied des Preisgerichts verraten; die Ergebnisse können sich sehen lassen. Ich bin auf die Ausstellungseröffnung am 4.4.2022 gespannt und freue mich auf die kommenden Beratungen.

Der Mut zur Veränderung und der Wille neue Wege zu gehen sind genau das Gegenteil von dem Motto „Weiter so!“. Bereits seit 2015 hat sich diese Fraktion und diese Partei mit dem Themen Energieentwicklung, Demografischer Wandel, Wohnen mit Versorgungssicherheit und Wohnen in Leopoldshöhe bei verschiedenen Anlässen, wie Neujahrsempfängen oder anderen Veranstaltungen auseinandergesetzt. Die Frage: „Wo wollen wir hin?“ stand dabei immer im Zentrum unserer Überlegungen.

Die aktuelle Sozialraumstudie zeigt es auf: Leopoldshöhe verfügt über überdurchschnittlich viele Einfamilienhäuser. Das war für die Vergangenheit gut und richtig. Dennoch kann es hier ein „Weiter so!“ nicht mehr geben. Hier ist eine Veränderung notwendig.

„Leopoldshöhe soll ein Dorf bleiben“, so ist das Credo unseres Bürgermeisters. Dazu stehen wir nach wie vor. Das heißt aber nicht, dass wir keinen Wohnraum mehr schaffen wollen. Fest steht, dass die Flächen zur Bebauung in Leopoldshöhe endlich sind. Damit also die Bürger von morgen noch eine Wohnung finden, brauchen wir eine Veränderung der Wohnformen. Dabei gilt: jegliche Flächen, die bebaut werden sollen, müssen kritisch vor diesem Hintergrund hinterfragt werden. Darauf werden wir, und sicherlich auch die anderen Fraktionen, achten.

Im Gegensatz zu den lippischen Kommunen im Osten des Kreises Lippe, haben wir in Leopoldshöhe wenig mit Leerständen zu kämpfen. Gebrauchte Immobilien finden zeitnah am Markt dankbare Käufer. Die Preise, die für die gebrauchten Immobilien bezahlt werden, deuten auf wesentlich mehr Nachfragen als Angebote hin. Konjunkturprogramme wie „Jung kauft Alt“ oder ähnliche Anreizprogramme sind bei uns nicht notwendig.

Wir haben viel vor. Dabei ist klar: Aus eigener Kraft kann eine Kommune wie Leopoldshöhe das nicht schaffen. Darum benötigen wir zusätzliche Finanzmittel für die Zukunft der Gemeinde Leopoldshöhe.
Leopoldshöhe ist Teil der LEADER-Region 3L zusammen mit Lage und Lemgo. Hier konnten viele Projekte durch Fördermittel ermöglicht werden. Als Stichpunkte sind z.B. der Treffpunkt Piratenschiff auf dem Schulhof der Grundschule Nord, Umweltbildung auf dem Heimathof oder kindgerechter Schulweg in Leopoldshöhe zu nennen.

Fördermittel sind damit ein fester Bestandteil bei der Entwicklung der Gemeinde geworden. Mit unserem Antrag vom 18.09.2019 haben wir gefordert das die Gemeinde stärker städtebauliche und stadtplanerische Entwicklungskonzepte zur strategischen, sozialen und ökonomischen Planung der Gemeinde Leopoldshöhe entwickelt. In der Folge beschloss die Leopoldshöher Politik mehrheitlich ein integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept auf den Weg zu bringen.

Zahlreiche Projekte in den kommenden Jahren, wie die Sanierung der Schulen, die Erneuerung des Lehrschwimmbeckens und die Städtebauförderung in den Ortskernen sind das Ergebnis.

Nicht zuletzt diese gute Arbeit in den zurückliegenden Jahren hat dazu geführt, dass wir vom Urban Land Ostwestfalen-Lippe aufgefordert wurden uns mit unserem Projekt „Lebendiges Quartier Brunsheide“ an der Regionale 2022 zu beteiligen. Die Verbindung von Bildungscampus, Sport, Kultur und Sozialem, sowie einem ökologisch-nachhaltigem Quartier überzeugte die dortigen Entscheider. Die Gemeinde Leopoldshöhe hat hier am 30.03.2022 offiziell für dieses Projekt den A-Status erhalten.

Für Leopoldshöhe ist es ein Glücksfall, dass wir mit Michael Krizan einen Experten für Fördermittelaquise und Klimaschutz gewinnen konnten, der hier maßgeblich beteiligt war. Allerdings darf man nicht vergessen, dies ist eine Teamleistung der Verwaltung und aller Abteilungen. Ich sage Danke für dieses außerordentliche Engagement der Verwaltungsmitarbeiter*innen!

Gerade vor dem Hintergrund sich stetig verändernder klimatischer Bedingungen ist das Thema Klimaschutz wichtiger denn je. Wir haben beschlossen bis 2030 eine CO2-Neutrale Kommune zu werden. Angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten Europas ist eine Unabhängigkeit der kommunalen Gebäude von fossilen Energieträgern dringend anzustreben. Mit unserem Programm für Photovoltaik unterstützen wir dieses Ziel.

Das Biotopvernetzungskonzept hat aufgezeigt an welchen Stellen wir arbeiten müssen, damit eine Wanderung der vielen Arten möglich ist. Das unterstützen wir. Darum werden wir den Klimawald einrichten. Hierfür müssen wir ein Grundstück kaufen, welches zurzeit mit 80.000 € veranschlagt ist. Trotzdem halten wir diese Investition für richtig. Denn neben dem Klimaschutz und dem Erhalt der Biodiversität erfüllt diese Fläche eine weitere wichtige Funktion als Ausgleichsfläche.

Unsere Kommune und unser Lippe sind durch große ländliche Bereiche geprägt. Gerade in den dünn besiedelten Gebieten sind die Bürger*innen auf die individuelle Mobilität angewiesen. Ein Auto und oftmals sogar ein zweites Auto gehören zur Lebenswirklichkeit der Leopoldshöher Bürger*innen. Und ich bin mir sicher, dass trotz aller Bemühungen das Auto für unsere Bürger*innen einen hohen Stellenwert haben wird, damit diese weiter mobil bleiben können. Umso wichtiger ist es, dass wir Mobilitätsalternativen für diejenigen anbieten, die sich kein Auto leisten können oder wollen. Dazu gehören gleichfalls unsere Schüler*innen. Es ist erfreulich, dass es uns gelungen ist für diese jungen Menschen das kostenlose Schülerticket anbieten zu können. Mit diesem Ticket können die Schüler*innen westfalenweit kostenlos mit Bus und Bahn sich bewegen. Die Fahrt zur Schule wird für alle Schüler*innen kostenlos sein. Die Elterntaxis können in der Garage stehen bleiben. Der Besuch von Freunden oder der Besuch des nahen Oberzentrums werden nicht zum teuren Abenteuer. Somit bieten wir den jungen Menschen schon heute die Gelegenheit den ÖPNV in der Freizeit intensiv zu nutzen. Die Pandemie hat den ÖPNV stark gebeutelt und die Fahrgastzahlen sind dramatisch eingebrochen. Dennoch ist für mich klar, dass ein kostenloses Schülerticket nur Sinn ergibt, wenn die Verbindungen attraktiv sind. Ein Bus der zwei Mal am Tag die Haltestelle anfährt, ergibt keinen Sinn. Darum muss nach der Pandemie geprüft werden, welche Verbindungen verbessert werden können. Ich bin gespannt.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

2015 kamen sehr viele Menschen unter widrigen Umständen nach Deutschland. Auf der Flucht vor dem Regime Assad. Die damalige Hilfsbereitschaft der Leopoldshöher Bürger*innen war groß. Wohnraum für Geflüchtete wurde zur Verfügung gestellt, und ein großes Helferteam rund um den Runden Tisch Asyl kümmerte sich aufopfernd, um diese Menschen. Dafür an dieser Stelle noch mal mein herzlicher Dank für die viele ehrenamtliche Arbeit beim Runden Tisch, der Tafel und den Vereinen.

Heute 2022 stehen wir erneut vor der großen Herausforderung Menschen in unserem Land aufzunehmen, die wieder einmal vor dem Terror eines Regimes flüchten müssen. Und wieder sind Leopoldshöher*innen bereit diesen Menschen auf der Flucht vor Krieg und Terror ein Obdach zu geben. Ich danke Ihnen allen für Ihre Gastfreundschaft.

Die Folgen des Krieges in der Ukraine für die Welt und für das kleine, beschauliche Leopoldshöhe sind ungewiss. Und damit auch die Herausforderungen die auf die Kommune zukommen werden. Eine Steigerung bei den Baupreisen und Lieferverzögerungen sind während der Pandemie an der Tagesordnung. Wir alle verfolgen gespannt die Preise an den Tankstellen, die Erhöhung der Strom- und Gaspreise. All diese Punkte betreffen die Kostenstruktur des Haushalts der Gemeinde Leopoldshöhe.

Durch die Geflüchteten werden auf die Kommune Mehrkosten zukommen. Sei es durch Kosten für die Unterkunft oder erhöhte SGB II Kosten. Hier fordere ich Bund und Land auf: Mit diesen Kosten dürfen die Kommunen nicht allein bleiben. Sinkende Einnahmen der Einkommens- und Gewerbesteuer werden ein Übriges bewirken.

Meine Damen und Herren,

wir verabschieden heute einen Haushalt für zwei Jahre. Als wir uns dazu entschlossen haben, war von Krieg noch keine Rede und undenkbar. Nun müssen wir uns heute den Realitäten stellen. Dennoch bin ich optimistisch, dass die Machthaber in Russland erkennen werden, dass Krieg keine Lösung ist und mehr Nachteile haben, wird als Vorteile.

Wir meine Damen und Herren müssen trotz aller widrigen Umstände nach vorne schauen und sehen, dass wir unsere Gemeinde weiterhin voranbringen. Deshalb werden wir heute Abend dem Haushaltsplanentwurf zustimmen.

Ich bedanke mich bei meinen Kollegen Fraktionsvorsitzende und deren Fraktionen für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Wir haben manchmal andere Lösungsansätze für Problemstellungen, aber gemeinsam im konstruktiven Dialog finden wir immer den richtigen Weg.

Ich bedanke mich bei den Damen und Herren der Verwaltung, die sich immer gerne die Zeit nehmen unsere Fragen zu beantworten. Ganz besonders beim Team vom Bauamt für die gute Unterstützung.

Ich bedanke mich bei meinen Kolleg*innen der Fraktion für die gute Zusammenarbeit und konstruktive Diskussionen.

Ich bedanke ich mich bei meinem Vorstandsteam Nils Goedeke , Maic Banze und Andreas Brinkmann die mir mit Rat und Tat stets zur Seite stehen.

Und zu guter Letzt bedanke ich mich bei unserem Bürgermeister Martin Hoffmann für die konstruktive Zusammenarbeit und seine Visionen für ein lebendiges Leopoldshöhe. Das macht Spaß denn wir beide lieben Leopoldshöhe.

Thomas Jahn

Fraktionsvorsitzender SPD Leopoldshöhe

Seit nunmehr 500 Tagen arbeiten die Fraktionen von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Leopoldshöhe zusammen. Am 22. Oktober 2020 unterzeichneten sie die Kooperationsvereinbarung mit zahlreichen gemeinsamen Projekten. Und die erste Bilanz nach 500 Tagen fällt äußerst positiv aus: Auch unter den Einschränkungen durch die Pandemie konnten viele der Projekte schon umgesetzt oder begonnen werden. Da sind zum einen der Klimaschutz und die Digitalisierung. Ein großer Erfolg ist, dass für beide Bereiche Stabsstellen geschaffen wurden, die mit ausreichend Personalkapazität diese wichtigen Themen voranbringen. Zum anderen steht der Städtebaulich-landschaftsplanerische Wettbewerb zum Baugebiet Brunsheide kurz vor seinem Abschluss. Ein echter Meilenstein in der Strukturentwicklung unserer Gemeinde. Dennoch steht noch einige Arbeit an. Im Sozial- und Kulturbereich konnten die Vorhaben aufgrund der Pandemie noch nicht wie gewünscht umgesetzt werden, aber die ersten Projekte stehen in den Startlöchern. Beide Partner loben die enge und gute gemeinschaftliche Zusammenarbeit. So wird Leopoldshöhe fit für die Zukunft gemacht.

Hier eine wichtige Auszüge, das komplette Dokument finden sie hier:

500-Tage-Bilanz

Klimaschutz:


Schaffung einer Stabsstelle „Klimaschutz und Fördermittel“:
Im Oktober 2021 wurde die Stabsstelle Klimaschutz und Mobilität eingerichtet. Die
40-Stunden-Stelle wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (kfw) aus dem Pro
gramm Sanierungsmanagement mit 350.000 € gefördert.


Festlegung von Zielen und Durchführung von Maßnahmen für die klima
neutrale Entwicklung der kommunalen Gebäude bis 2025:
Photovoltaik auf Dächern der gemeindeeigenen Gebäude bzw Gründach
+ Solar bei Dächern unter 30-Grad-Neigung
Energetische Sanierung der Gesamtschule
Energetische Sanierung Grundschule Süd
Energetische Sanierung GS Nord in Planung

Fortführung und Ausbau der Biotopvernetzung durch u. a. Anlegen eines
Klimaschutzwaldes unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger: 80.000 €
für Ankauf einer passenden Fläche sind im Haushalt für 2022 geplant.

Digitalisierung


Schaffung einer Stabsstelle „Digitale Infrastruktur und Fördermittel“: Seit
Oktober 2021 arbeitet der bisherige Digitalisierungsbeauftragte mit 40 Stunden in
der Stabsstelle “Digitalisierung”. Die Stelle refinanziert sich durch die Einwerbung
von Fördermittel für Personal, das die bisherigen Aufgaben wahrnimmt.


Wohnen und Mobilität


Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs für die Entwicklung des
Baugebietes Brunsheide Süd: Die Ergebnisse des städtebaulichen
Wettbewerbs werden in einer Ausstellung ab Anfang April 2022 der Öffentlich
keit vorgestellt.

 

Wie wollen wir in Zukunft wohnen?

Das Grundbedürfnis nach Wohnraum steht für viele Menschen im Fokus. Steigende Mieten, rasant steigende Grundstückpreise und der wandelnde Bedarf an Wohnraum wollen wir mit verschiedenen Expert*innen und Bürger*innen diskutieren.

Geladene Gäste:

  • Ralf Brodda, Geschäftsführer, Mieter Bund OWL
  • Dieter Perl, Geschäftsführer, Architekturbüro Perl
  • Thorsten Kleinebekel, Vorstand, Wohnbau Lemgo eG
  • Prof. Dr.-Ing. Martin Hoffmann,  Bürgermeister der Gemeinde Leopoldshöhe
  • Oliver Klingelberg, Sozialmangement BGW Bielefeld
  • Dr. Alcay Kamis, SGH Bad Oeynhausen
  • Andreas Brinkmann, baupolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Leopoldshöhe, Schwerpunktthemen Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung

Moderation:

  • Thomas Jahn,  Mitglied des Kreistages Lippe, Sprecher der SPD-Fraktion im Kreistag für Mobilität, Planen und Bauen, sowie Eigenbetrieb Straßen

Datum: 06.10.2021

Uhrzeit: 18:00 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr)

Mensa Felix-Fechenbach-Gesamtschule

Es gelten die jeweils aktuellen Coronaschutzbestimmungen.

Für das leibliche Wohl im Anschluss ist gesorgt.

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Im April erscheint die Zeitung der Leopoldshöher SPD. Sie wurde gemeinsam mit der Kreis-SPD entwickelt, um für etwas Ablenkung im Corona-Alltag zu sorgen.

Hier lesen: Leo_Informiert_April2021_Web

Wir wünschen allen eine Frohe Osterzeit.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
lieber Axel Lehmann,
lieber Dirk Becker,
sehr geehrte Familien Schemmel und Brockmeier
lieber Gerhard,

 

„Mit 66 Jahren das fängt das Leben an (, mit 66 Jahren da hat man Spaß daran)“

Dieses Zitat des Liedtextes von Udo Jürgens fällt mir spontan ein, wenn ich an Dich denke. Nicht das ich erwarte das Du hier gleich singst, sondern vielmehr war das Deine, zugegebener Maßen nicht ernstgemeinte, Antwort darauf auf meine Frage, ob Du für die Kommunalwahl 2020 als Bürgemeister erneut zu Verfügung stehen würdest. Zugegeben in manchen Kreisen schien dieses Zitat zu verfangen, wie ich im Nachgang manchmal belustigt zu Kenntnis nehmen musste.

Eine lange Zeit der Gestaltung und des „Machens“ geht nun für Dich zu Ende. 21 Jahre (und einen Monat) in aktiver Verantwortung gegenüber den Bürger*innen und den Mitarbeiter*innen des Rathauses. Und natürlich nicht zu vergessen gegenüber der Politik.

Hart in der Sache –versöhnlich im Ton. So würde ich die Zusammenarbeit seit 2012 beschreiben. Du wusstest immer was Du möchtest und wo aus Deiner Sicht die Reise hingehen soll. Und Deine Hartnäckigkeit hat sich oftmals ausgezahlt und als richtig erwiesen. Ich denke die hier Anwesenden, die durchaus länger dabei sind, werden die ein oder andere Gegebenheit noch aufzählen.

Ich möchte Deine Erfolge nicht unter den Teppich kehren, aber Dich nicht darauf reduzieren. Denn es gibt noch die andere Seite von Gerhard Schemmel. Den Menschen der ein großes Herz für die Menschen hat, die es nicht so gut im Leben getroffen haben. Und das hast Du oft abseits der Politik im Kleinen und Verborgenen ohne großes Publikum gemacht. Ob 16i Stellen, die AWO, die Dir besonders am Herzen liegt, oder die Deckelsammlung für die Polioimpfung. Das sind Dinge die für mich den Menschen Gerhard Schemmel ausmachen und bezeichnend für ihn sind.

Bevor ich nun zum Ende meiner kleinen Ansprache komme, möchte ich Dir noch etwas aus der Vergangenheit in Erinnerung rufen. Als wir 2014 im Wahlkampf waren, sprachen wir über den ehemaligen SPD Bauwagen, den wir in dem Kommunalwahlkampf eingesetzt hatten. Du erzähltest, dass Du, wenn Du denn in Rente bist, mal mit so einem Anhänger und einem Trecker nach Cuxhaven mit Deinem Enkel fahren möchtest.

Nun kann ich Dir natürlich keinen Anhänger besorgen, aber damit Du das Ziel vielleicht nicht aus dem Auge verlierst, möchte ich Dir im Namen der Fraktion diesen historischen Trecker mit Kippanhänger schenken. Hartmut Thimm hat diesen für Dich aufbewahrt und möchte, dass Du als echter Treckerfan dieses als Andenken an die gemeinsame Zeit mit der Fraktion und den langjährigen Weggefährten in Erinnerung und den Fokus auf diesen Wunsch behältst.

Damit Dein „Lanz“ weiterhin in gutem Schuss bleibt, bedarf es natürlich einer richtigen und guten Werkstattausrüstung. Bei den Treckerfreunden hast Du guten Unterschlupf gefunden. Dennoch habe ich von einem Vögelchen gehört, dass Dein Werkzeug einer Überholung gut zu Gesicht stünde. Deshalb möchte ich Dir im Namen der Fraktion diesen Werkzeugsatz überreichen, damit Deinem Ziel „Cuxhaven“ nichts im Wege stehen wird.

Lieber Gerhard, es ist traurig und schade, dass wir heute diesen doch sehr bescheidenen Rahmen für Deine Verabschiedung wählen mussten, und gerne wären die Genossinnen und Genossen aus der Fraktion, gerade die langjährigen Wegbegleiter heute hier. Stellvertretend möchte ich Dir alles Gute für die Zukunft wünschen, verbunden mit den allerbesten Wünschen für Deine Gesundheit und viele weitere Jahre mit Deiner Frau Angelika, die oftmals auf Dich verzichten musste.

Lieber Gerhard mach´s gut. Danke für die gemeinsame Zeit und hoffentlich bis Bald.

Projektbezogene Kooperationsvereinbarung zwischen SPD und BÜNDNIS90 / DIE GRÜNEN beschlossen

Die Digitalisierung, der Klimaschutz und das Einwerben von Fördermitteln sollen nach den Vorstellungen der beiden Fraktion im Leopoldshöher Rat in den nächsten fünf Jahren vorrangig angegangen werden. Dazu haben SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN eine projektbezogene Kooperation vereinbart.

„Aus den zahlreichen thematischen Überschneidungen unserer Wahlprogramme haben wir  einen gemeinsamen Fahrplan für die nächsten fünf Jahre abgeleitet“, so SPD Gemeindeverbandsvorstand Nils Goedeke. So ist ein Katalog von Projekten entstanden. Die Themen reichen vom Ausbau der Biotopvernetzung über mehr Attraktivität von Rad, Bus und Bahn bis zu einer gerechteren Gebührenstaffel der Offene Ganztagsgrundschulen.

„Wir haben uns im Rat das Ziel gesetzt, dass die Gemeindeverwaltung und deren Gebäude bis zum Jahr 2030 klimaneutral sein sollen. Wir bündeln nun unsere Kräfte, um das Ziel auch zu erreichen“, sagt die Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Birgit Kampmann.

Kern der Vereinbarung ist, dass zwei Stabstellen für Klimaschutz bzw. Digitalisierung geschaffen werden sollen. Diese Stabsstellen sollen diese wichtigen Zukunftsthemen vorantreiben und an die Ausschüsse berichten. Zusätzlich sollen sie die wichtige Querschnittsaufgabe der Fördermittelbeschaffung übernehmen.

Neben den zahlreichen Projekten wurde zudem festgelegt, wie die Zusammenarbeit der Fraktionen gestaltet werden kann. „Wir wollen uns eng abstimmen auch wenn das natürlich zunächst einen Mehraufwand bedeutet“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD, Thomas Jahn. „Im Lauf der Zeit können auch noch Projekte hinzukommen, die wir dann in die Liste aufnehmen“, ergänzt Jürgen Hachmeister, Fraktionsprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Den genauen Wortlaut der projektbezogenen Kooperationsvereinbarung kann man hier nachlesen.

Wir sind mit 14 Sitzen im Gemeinderat weiterhin stärkste Fraktion. Unser Bürgermeister ist Martin Hoffmann. Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Die genauen Wahlergebnisse finden Sie hier: https://wahl.krz.de/KW_2020/05766048/html5/index.html

Leopoldshöhe hat sich Zeit genommen das Thema der Digitalisierung an den Leopoldshöher Schulen anzupacken. Bevor die ersten Gelder in Hardware und Ausstattung fließen konnten, haben die Schulen in Leopoldshöhe entsprechende medienpädagogische Konzepte für Ihre Einrichtungen in Zusammenarbeit mit dem Kreis Lippe entwickelt. Ziel war es die sinnvolle Nutzung der Geräte in den Unterricht einzubinden. So wird es an der Grundschule speziellen Förderunterricht geben, der die jungen Schülerinnen und Schüler im Umgang mit den zur Verfügung gestellten Geräten schult.

Im Nachgang dazu, hat die Gemeinde Leopoldshöhe als Schulträger ein Medienentwicklungskonzept in Zusammenarbeit mit IT- und Pädagogikexperten entwickelt, welches die Gestaltung und Entwicklung der Infrastruktur in den Schulen berücksichtigt. Dieses Konzept wurde in der letzten Ratssitzung am 25.06.2020 verabschiedet. Ziel dieser ganzen Maßnahmen war, dass die Geräte und die Infrastruktur nicht zum Selbstzweck angeschafft werden, sondern das vernünftige und sinnvolle Nutzungskonzepte dafür Sorge tragen, dass die Schülerinnen und Schüler diese im Unterricht dauerhaft Nutzung und Vorteile für das tägliche lernen haben

Mit den ersten Fördermitteln u.a. aus dem Programm „Gute Schule 2020“ wurde für alle Leopoldshöher Schulen bereits eine digitale Grundausstattung (mobile Endgeräte, digitale Boards etc.) zur Verfügung gestellt. Die zwischenzeitlich vorliegenden Erfahrungen in den Schulen und das vorliegende Medienentwicklungskonzept sind eine gute Voraussetzung zur sachgerechten Verwendung der umfangreichen Fördermittel aus unterschiedlichen Programmen:

Die Gemeinde erhält aus dem Digitalpakt für drei Schulen insgesamt 493.290€ Fördermittel.  Davon dürfen maximal 25.000€ pro Schule für mobile Endgeräte eingesetzt werden. Die Restsumme fließt in den Ausbau der Infrastruktur (u.a. Schwerpunkt bei der Ausstattung der Unterrichtsräume mit den digitalen Tafeln).

Für die Grundschulen wurden insgesamt 50.000€ für die Endgeräte beantragt und der Bescheid liegt vor. Die Geräte werden noch im Laufe des Jahres beschafft. In der Gesamtschule gibt es noch einen Abstimmungsbedarf, da man sich noch nicht endgültig auf ein Gerät festlegen konnte. Die Beantragung der dafür notwendigen Fördermittel wird nach Klärung der vg. Frage erfolgen.

Weitere mobile Geräte werden aus eigenen Haushaltsmitteln angeschafft. Als Richtlinie wird eine 1:3 Ausstattung empfohlen, wir angestrebt für Leopoldshöhe ist eine 1:2 Ausstattung. Für die Grundschulen wurden 25 Touchscreen-Monitore bestellt und für die FFG 10 Touchscreen-Monitore, die in diesem Jahr noch installiert werden (Investitionssumme: 190.000€). Die Grundschulen sind dann komplett ausgestattet. Außerdem wurden Mittel für die Anschaffung digitaler Arbeitsgeräte z.B. für den naturwissenschaftlichen Unterricht für dieses und nächstes Jahr rd. 15.000€ beantragt und zwischenzeitlich bewilligt.

Aus dem Sofortausstattungsprogramm für Schülerinnen und Schüler wurden Fördermittel in Höhe von 98.000€ bewilligt. Dafür können mobile Endgeräte beschafft werden, die an (bedürftige) Schüler*innen herausgegeben werden, damit sie auch Zuhause arbeiten können. Dieses Geld muss eigentlich in diesem Jahr ausgegeben werden; da aber schon jetzt absehbar ist, dass es Lieferengpässe geben wird, plant die Landesregierung, dass die Gelder in das nächste Jahr übertragen werden können. Sowohl beim Digitalpakt als auch beim Sofortausstattungsprogramm für die Schüler muss die Kommune 10% Eigenmittel aufbringen. Für die mobilen Endgeräte hat der Kämmerer weitere Eigenmittel eingeplant, da die vg. 75.000€ für drei Schulen ja nicht ausreichend sind.

Die Digitalisierung der Leopoldshöher Schulen ist zusammenfassend ein dynamischer Entwicklungsprozess der im Dialog mit den Schulen, unter maßgeblicher Beteiligung der Schulkollegien und auf der Grundlage des Medienentwicklungskonzepts umgesetzt wird.

SPD fordert: “Straßen.NRW muss aktiv werden!”

Ortseingang in Schuckenbaum muss sicherer gestaltet werden

 

Die Initiative des “Kreiseltraums” hat lange dafür gekämpft, dass vor Ihrer Haustür etwas passiert. Der Wunsch der Anwohner war es, dass der Straßenbaulastträger Straßen.NRW einen Kreisel am Ortseingang von Schuckenbaum auf der Eckendorfer Straße errichtet. Aus vielerlei Gründen wurde dieser abgelehnt. An Stelle dessen wurden rot-weiße Plastikelemente installiert, um eine optische Verengung der Straße zu erwirken. Das sollte die Fahrzeugführer dazu verleiten, die Geschwindigkeit vor dem Ortseingang auf die vorgeschriebenen 50 km/h abzusenken.

Dieses Provisorium ist in die Jahre gekommen und mittlerweile mehrfach durch Unfälle beschädigt worden. Es ist in einem unakzeptablen Zustand. Wir haben vermutet und selbst vor Ort erlebt, dass hier zu schnell gefahren wird und diese Verengung nicht zur Verkehrssicherheit beiträgt. Auf Anfrage der SPD wurden im August Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Diese zeigen, dass am Ortseingang im Schnitt grundsätzlich zu schnell gefahren wird. Geschwindigkeiten bis zu 125 km/h wurden festgestellt.

Dazu appellieren die beiden Ratskandidaten der SPD für Schuckenbaum Ralf Grünert und Till Kortekamp: „Wir fordern Straßen.NRW erneut auf, die Situation am Ortseingang zu überprüfen. Eine handfeste Lösung zum Schutz der Passanten und Radfahrer muss erfolgen. Eine Geschwindigskeitsreduzierung muss herbeigeführt und die sichere Überquerung auch für Kinder auf dem Weg zur Schule, dem Spielplatz oder dem Reiterhof sichergestellt werden. Straßen.NRW steht hier in der Verantwortung. Für die SPD wäre es die beste Lösung, wenn an dieser Stelle eine feste bauliche Verengung in Verbindung mit einem Zebrastreifen umgesetzt würde. Alternativen Vorschläge des Straßenbaulastträgers Straßen.NRW stehen wir offen gegenüber.

Till Kortekamp und Ralf Grünert stehen am Provisorium

Till Kortekamp

Wahlbezirk 3- Schuckenbaum II

35 Jahre

 

Die Kommunalwahl ist wichtig. Wir alle haben es in der Hand. Wir alle gestalten Leopoldshöhe gemeinsam. Sie als Wähler ebenso, wie wir als Ratskandidaten. Mit Ihrer Stimme geben Sie uns Ihr Mandat, Sie im Rat der Gemeinde zu vertreten.Ich werde Ihnen nicht versprechen, immer Ihrer Meinung zu sein. Ich verspreche Ihnen Zuzuhören. Denn Ihre Meinung ist mir wichtig. Mit Ihnen gemeinsam können wir Leopoldshöhe noch attraktiver gestalten.

Leopoldshöhe ist meine Heimat. Mit kurzen Unterbrechungen zwecks Aus– und Weiterbildung wohne ich seit meiner Geburt vor 35 Jahren in Leopoldshöhe. Nun sind es schon fünf Jahre in Schuckenbaum. Hier haben meine Frau, unsere drei Kinder (6, 4 und 1) und ich unser Zuhause gefunden. Schuckenbaum bietet uns den idealen Mix aus einem ruhigen, ländlichen Leben und der Versorgungsvielfalt des Ortskerns in Leopoldshöhe. Wenn wir den eigenen Garten und die gute direkte Nachbarschaft mit vielen Kindern verlassen, gehen wir am liebsten auf den Spielplatz an der Holunderstraße oder machen mit den Kindern eine Radtour.

Warum ich Martin Hoffmann untersütze

Martin Hoffmann unterstütze ich, weil er einer von uns ist. Er ist ein Leopoldshöher Junge. Einer, der Ideen hat und Tatendrang verspürt. Einer, der andere Meinungen akzeptiert und es schafft, gemeinsame Wege zu finden. Er ist erfolgreicher Unternehmer und Professor. Ihn interessiert die Wirtschaft und Bildung und setzt eine hohe Priorität auf die notwendige Digitalisierung. Ebenso schätzt er Nachhaltigkeit und den Schutz der Umwelt. Martin Hoffmann ist ein echter Glücksgriff, auf ihn können wir uns immer verlassen. Gemeinsam mit Martin Hofmann und mit Ihnen werde ich Leopoldshöhe noch attraktiver gestalten. Dabei interessieren mich vor allem die Themen rund ums Bauen und den Verkehr. Unmittelbar bevor steht die Herausforderung der Gestaltung des Neubaugebietes Brunsheide. Ein guter Mix aus Ein– und Mehrfamilienhäusern mit unterschiedlichen Wohnformen ist notwendig. Dabei muss auch das Maß der Bebauung für uns Schuckenbäumer, für die unmittelbare Nachbarschaft, verträglich sein. Unser Dorf benötigt keine Betonklötze oder Hochhäuser.Der Verkehr muss ebenso strukturiert werden, damit Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen nicht übermäßig belastet werden. Bushaltestellen wie auch sichere Fuß– und Radwege müssen sinnvoll eingebunden und vom Straßenverkehr getrennt werden.Viele Herausforderungen, bei welchen wir auch Sie mit einbeziehen wollen und werden.

Ob als Ratsmitglied oder nicht – Ich bin für Sie da.

Ihr Till Kortekamp