Thomas Jahn - Fraktionsvorsitzender

Thomas Jahn

Wahlbezirk 12- Greste I

49 Jahre, verheiratet

Netzwerkadministrator

Das ehrenamtliche Engagement für unsere Gesellschaft ist, nach meiner Auffassung, der Kit der unsere Gemeinschaft zusammenhält. Seit meinem 17.Lebensjahr bin in ich immer wieder in verschiedenen Ehrenämtern aktiv. Trainer im Kampfsport, Jugendleiter, Übungsleiter, Pressesprecher oder auch Beisitzer in unterschiedlichen Vorständen. Dieses ist mein Selbstverständnis von Bürgerpflicht. Seit 1984 wohnen meine Familie und ich in Leopoldshöhe. Wir fühlen uns hier heimisch und wohl. Mit meinem Engagement möchte ich erreichen, dass es sich hier weiter sich gut leben lässt. Mit ist es wichtig, dass die richtigen Entscheidungen für die Zukunft für Greste, Leopoldshöhe und Lippe getroffen werden. Das war meine Motivation mich aktiv in der Politik zu beteiligen und mit dieser Wahl gleichfalls für den Kreistag zu kandidieren.

Mein Ort in meinem Wahlbezirk

Für meine Familie und mich ist der Weg am Eselsbach eine ruhige und naturnahe Verbindung über die wir den Ortsteil Asemissen zu Fuß gut erreichen können.

Für Schulkinder, Jugendliche und Erwachsene ist dieser Weg eine wichtige, naturnahe Verbindung.

Für die Zukunft kann ich mir vorstellen, dass dieser Weg im Rahmen der Aktion „sicherer Schulweg“ und des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK), eine weitere Aufwertung bekommt.

Warum ich Martin Hoffmann unterstütze

Mit Martin Hoffmann haben wir, davon bin ich zutiefst überzeugt, den richtigen Nachfolger für den bisherigen Bürgermeister gefunden. Martin Hoffmann ist hier geboren und aufgewachsen und kennt die Menschen in Leopoldshöhe.

Martin Hoffmann hat als selbstständiger Unternehmer und Professor an der FH Minden bewiesen, dass er Ziele ehrgeizig und strebsam verfolgen und umsetzten kann. Genau das braucht Leopoldshöhe für die Zukunft. Einen Bürgermeister mit einem Plan!

Unser roter Faden für Leopoldshöhe. Unter diesem Motto starten die Leopoldshöher Sozialdemokraten in die heiße Phase des Wahlkampfes. Einstimmig wurde Martin Hoffmann auf der Aufstellungskonferenz von den Delegierten als Bürgermeisterkandidat nominiert. Er soll die Nachfolge von Gerhard Schemmel antreten, der nach über 20 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand geht.

Hoffmann, der in Leopoldshöhe aufgewachsen ist, freute sich über die einstimmige Nominierung. Er möchte, dass Leopoldshöhe auch in Zukunft seinen dörflichen Charakter behält. „Wenn Wohnraum neu geschaffen wird, darf es nicht nur um Menge gehen, wir müssen auch die Qualität im Auge behalten“.

Der Klimawandel macht auch vor Leopoldshöhe nicht halt. Die Gemeinde kann mit gutem Beispiel vorangehen und den Umstieg auf regenerative Energien vorantreiben. Die Gebäude der Gemeinde müssen sich einem strengen Energiemanagement unterziehen, um unsere Klimaziele zu erreichen. Für die Artenvielfalt und gegen den Klimawandel sollen mehr Blühwiesen angelegt und Bäume gepflanzt werden.

Wir sollten uns die Frage stellen: wo können wir noch besser werden? Das müssen wir benennen und daran arbeiten, dass es noch besser wird. Damit die Enkelkinder und Urenkelkinder Leopoldshöhes stolz auf uns sein können.

Ihn unterstützen wird ihn ein Team, das gemischt ist aus erfahrenen Kandidaten und Bewerbern, die zum ersten Mal antreten. So ein frischer Kandidat ist Till Kortekamp. Er tritt zum ersten Mal für den Wahlkreis Schuckenbaum II an. Dort liegt im vor allem der Spielplatz am Edith-Stein-Weg am Herzen: „Ich möchte ich mich für den Ausbau des Spielplatzes am Edith-Stein-Weg einsetzen. Ein mögliches Neubaugebiet Brunsheide bietet die Chance, die Fläche zu vergrößern und ein Mehr-Generationen-Konzept zu verfolgen.“

Unser Team für Euch

Die weiteren Kandidaten für den Rat sind für Bexterhagen/Nienhagen: Klaus Droste, Schuckenbaum I: Ralf Grünert, Schuckenbaum II: Till Kortekamp, Leopoldshöhe I: Jörn Sauerland, Leopoldshöhe II: Christian Kühnel, Leopoldshöhe III: Maic Banze, Leopoldshöhe IV: Bernd Hoffmann, Krentrup: Andreas Brinkmann, Bechterdissen I: Günter Dove, Bechterdissen II: Uwe Albrecht, Bechterdissen III: Jörg Amelung, Greste I: Thomas Jahn, Greste II: Berthold Dück, Greste III: Nils Goedeke, Asemissen I:Lukas Klöpping, Asemissen II: Barbara Lehne, Asemissen III: Hans Rösner

Gemeindeverbandsvorsitzender Nils Goedeke schwörte die Genossen ein. Das vorherrschende Thema Corona lässt langsam nach und die Menschen beschäftigen sich wieder mit kommunalpolitischen Themen. Wir setzen uns weiter für die Bürgerinnen und Bürger unserer Heimatgemeinde ein. Dazu passt der Wahlkampfslogan der SPD: „Wir lieben Leopoldshöhe“.

Bereits 2016 hatte die SPD-Fraktion in Leopoldshöhe den Antrag gestellt,
in die nachhaltige Schulentwicklungsplanung einzusteigen. Dabei ging es
den Sozialdemokraten nicht nur um die Verbesserung der Raumsituation in
den Schulen, sondern insbesondere vor dem Hintergrund der finanziellen
Leistungsfähigkeit der Gemeinde als Schulträger, ein Profil des
„Bildungsstandortes Leopoldshöhe“ weiter zu entwickeln.

Der Antrag der SPD war Anlass für die Verwaltung den
Schulentwicklungsprozess unter der fachkundigen Leitung von
Regierungsschuldirektor a.D. Heinz Kriete und zusammen mit den Leitungen
aus den Schulen anzustoßen. Im Rahmen dieses Prozesses wurden die
Raumbedarfe der Schulen geprüft und festgestellt. Zusammen mit den
Schulleitungen wurden Lösungsvorschläge erarbeitet, die unter anderem in
dem Projekt „Bildungscampus Leopoldshöhe“ mündeten. Engagierte
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses haben mit Ihrem Herzblut
und viel Fleiß den Prozess des ISEK begleitet und vorangetrieben.

Auch aufgrund dieser Vorarbeiten konnten über das integrierte
Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) rund 3,2 Mio. an Fördermitteln
für Leopoldshöhe für erste Projekte geworben werden. Ein Großteil dieser
Mittel steht für die Entwicklung des Bildungscampus zur Verfügung. Für
die Entwicklung der Schulen in Leopoldshöhe sind das gute Zeichen.
Weitere Förderungen im Rahmen des ISEK folgen dann für die weiteren
Projekte.

Als besonderes Bonbon hat sich die Gemeinde Leopoldshöhe bei der
Regionale 2022 mit dem Projekt „Bildungscampus im StadtLandQuartier“
durchsetzen können und zwischenzeitlich den C-Status erreicht. Damit
sind noch
keine konkreten Fördermittel abrufbar, aber es ist ein guter Baustein
auf dem Weg dorthin. Der Fraktionsvorsitzende der SPD im Gemeinderat
Thomas Jahn und Bürgermeisterkandidat Martin Hoffmann sind sich einig:
“Das ist eine Riesenchance für Leopoldshöhe”.

Auch an einer Landgemeinde wie Leopoldshöhe ist der Mangel an bezahlbarem Wohnraum nicht vorbeigegangen. Sowohl für junge Menschen, die ihre erste eigene Wohnung in Leopoldshöhe suchen, als auch für die älteren Mitbürger in der Gemeinde fehlt es an bezahlbaren kleineren bis mittleren Wohnungen. Die SPD nimmt das zum Anlass, in die Planung eines bedarfsgerechten Mietwohnungsbaus einzusteigen. „Auch wir als SPD haben das Thema Mietwohnungsbau im Rausch der schicken neuen Einfamilienhaussiedlungen mehr oder weniger über Jahre ignoriert“, so der baupolitische Sprecher der SPD im zuständigen Fachausschuss, Andreas Brinkmann selbstkritisch.

Hiermit soll nun Schluss sein. Bürgermeisterkandidat Martin Hoffmann, will die Gelegenheit nutzen und im Rahmen des anstehenden Städtebauwettbewerbes Brunsheide ein Konzept für einen bedarfsgerechten Mietwohnungsbau entwickeln.

Der geplante Wettbewerb sieht zwar Flächen für den Mietwohnungsbau vor, lässt aber offen wie dieser zu gestalten ist. Die SPD sieht hier mehrere Möglichkeiten der Umsetzung. Zum einen könne die Gemeinde ganz gezielt um private Investoren werben, die die entstehenden Wohnbauflächen gemäß des Städtebauwettbewerbes mit Leben erfüllen. Zum anderen hält man auch die Möglichkeit des gemeinwohlorientierten Bauens für praktikabel. Dazu eignet sich die das genossenschaftliche Wohnen. Genossenschaften kennen viele Leopoldshöher aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Landhandel, Molkereien). Genossenschaftliches Wohnen ist bei uns noch wenig verbreitet, weil fast alle Menschen in Eigenheimen leben.

Bei der Wohngenossenschaft sind die Mieter auch gleichzeitig Miteigentümer ihrer Wohnung. Seit mehr als 100 Jahren gibt es in Deutschland Wohnungsgenossenschaften. Das Ziel der Genossenschaften ist es, preiswerten Wohnraum bereitzustellen und zu vermieten. Jedes Mitglied hat lebenslang Anrecht auf eine Wohnung der Genossenschaft. Mieten können nur begrenzt steigen und Wohnungen können nicht ohne Weiteres verkauft oder in Eigentumswohnungen umgewandelt werden.

Um aufgenommen zu werden, müssen Anteile an der Genossenschaft gekauft werden, meist für wenige hundert Euro. Der Anteil wird gut verzinst. Das geht, weil die Genossenschaften dem Gemeinwohl und dem Wohle ihrer Mitglieder verpflichtet sind.

Ratsmitglied Andreas Brinkmann würde gerne noch einen Schritt weiter gehen und der Verwaltung den Auftrag erteilen, sie möge prüfen ob die Möglichkeit bestehen würde eigene kommunale Wohnbauprojekte umzusetzen. Ob dieses in Form einer eigenen Genossenschaft Sinn mache, müsse man ebenfalls prüfen.

Für Bürgermeisterkandidat Hoffmann ist es wichtig, neben der Schaffung bezahlbaren Wohnraums den dörflichen Charakter Leopoldshöhes zu bewahren. „Niemand möchte in einem Häuschen im Schatten eines Hochhauses wohnen“, das müssen wir bei den Planungen berücksichtigen und gründlich abwägen. Unsere Senioren sollten sich keine Gedanken machen müssen, ob sie sich ihren Lebensabend in Leopoldshöhe überhaupt noch leisten können, so Martin Hoffmann abschließend.

Bei der Planung der Kommunalwahl entstand die Idee, Leopoldshöher Honig für die Wahlwerbung zu nutzen. Guido Letmathe ist Imker in 2. Generation und hat den Leopoldshöher Honig produziert. Auf dieser Seite wird kurz erklärt, wie aus Blüten der Honig wird. Die Erklärung ist nicht vollständig, wer es ganz genau wissen möchte, findet Links am Ende des Artikels.

In Leopoldshöhe gibt es viel Nahrung für Bienen. Jeder kennt die leuchtend gelb blühenden Rapsfelder. Eine Biene saugt den Nektar aus den Blüten, bis der Bauch voll ist. Ungefähr 200 Blüten schafft eine Biene. Beim Rumkrabblen an den Blüten bleiben Pollen an den Beinen hängen. Diese werden von Blüte zu Blüte getragen. Das freut auch den Landwirt, da eine befruchtete Rapsblüte zu einem höheren Ölgehalt führt. Der Ertrag steigt.

Im Stock geben die Arbeiterinnen den Nektar „von Rüssel zu Rüssel“ weiter. Dabei wandeln sie ihn jedes Mal etwas um, bis er zu Honig wird. Der Nektar hat zunächst nur wenig Zucker. Bei der Futterübergabe setzen die Bienen ihm Drüsensekrete mit Eiweißverbindungen und keimtötenden Inhaltsstoffen zu. Den halbreifen Honig lassen sie in unverdeckelten Zellen trocknen, damit er haltbar wird. Nachdem ein Teil des Wassers verdunstet ist, wird der fast fertige Honig in Lagerzellen gebracht. Fächelnde Bienen sorgen dafür, dass weiteres Wasser verdunstet. Erst wenn der eingedickte Honig weniger als ein Fünftel Wasser enthält, werden die Zellen mit einem dünnen, wasserdichten Wachsdeckel verschlossen.

Refraktometer

Damit der Honig wirklich haltbar ist, darf nur noch wenig Wasser enthalten sein. Auf dem Foto sieht man, wie Martin durch ein sogenanntes Refraktometer schaut. Mit diesem Gerät kann man den Wassergehalt im Honig messen. Rechts im Bild kann man an der Skala den Wassergehalt ablesen. Rekordverdächtige 15%, der Honig hat eine sehr gute Reife erreicht, sagt Imker Guido. Er wird bei richtiger Lagerung lange haltbar sein.

Waben entnehmen

Also geht es los, die Waben werden entnommen. Dazu werden die Bienen vorsichtig abgefegt und die Waben in eine Transportbox umgepackt. Das ist nicht nur für die Bienen ein aufregender Moment.

Entdeckeln

Anschließend werden die Waben entdeckelt. Im Bild sieht man die Gabel, mit der die Deckel abgehoben werden. Danach wird mit einer Schleuder der Honig aus den Waben herausgeschleudert.

Schleudern

Am Ende kommt der Honig in einen großen Eimer (Hobbock). Der Imker rührt den Honig mehreren aufeinanderfolgenden Tagen, bis er auskristallisiert ist. Dadurch bekommt er eine besonders feincremige Konsistenz. Kurz vorm Abfüllen wird der Honig nochmal auf 34 Grad (ähnliche Temperatur wie im Bienenstock) erwärmt. Anschließend wird er letztmalig gerührt und in Gläser abgefüllt.

Abfüllen

Für das Abfüllen wurde mit einer kleinen Maschine gearbeitet. Sie pumpt immer genau 42g aus dem Hobbock ins Glas. Das Unterstellen der Gläser und Aufdrehen der Deckel erfolgt von Hand.

Am Ende werden noch Etiketten geklebt. Diese sind aus Steinhaftpapier und ökologisch unbedenklich. Das Design der Etiketten stammt von Michaela Röhler (www.fesch-art.de).

Etiketten

Viele Hände – schnelles Ende, die Sozis bekleben gemeinsam die Gläser. Jetzt geht es los: die Verteilung beginnt. Jedes übergebene Gläschen gibt hoffentlich Anlass für ein gutes Gespräch über Leopoldshöhe und unsere Zukunft.

weiterführende Links:

https://deutscherimkerbund.de/

http://www.imkerpate.de/honig

https://www.wdrmaus.de/extras/mausthemen/bienen/index.php5

An der Waldstraße besitzt die Gemeinde ein kleines Grundstück. Früher befand sich hier die Boulebahn.

Die Leopoldshöher Grünen haben zusammen mit der SPD erfolgreich einen Antrag gestellt, auf dieser Fläche einen Blühstreifen anzulegen. “Unsere Idee war es, Bürgerinnen und Bürgern das Anlegen einer Blühwiese näherzubringen”, so Birgit Kampmann von den Leopoldshöher Grünen. Dazu sollte es öffentliche Veranstaltungen geben. “Das geht natürlich im Moment nicht, wir haben jetzt erstmal den Boden für die Aussaat vorbereitet”, ergänzt Martin Hoffmann, Bürgermeisterkandidat der SPD.

Der natürliche Lebensraum für Bienen und andere Insekten wird immer knapper, viele Arten sterben aus. Um überleben zu können, brauchen Wildbienen und andere Insekten möglichst viele Blühflächen. Der Leopoldshöher Bauhof und der NABU legen daher jedes Jahr zahlreiche Blühflächen an.

Klaus Lange und Ewald Thies vom Leopoldshöher NABU standen auch an der Waldstraße mit Rat und Tat zur Seite. Am Vortag wurde die Grünfläche bis auf die Grasnarbe abgemäht. So hat es die Fräse von Erich Kerker leichter, den Untergrund ordentlich aufzulockern. Die Aussaat soll in den nächsten Tagen erfolgen. Idealerweise sollte es danach Regen geben. “Dann spart man sich das Wässern”, gibt Erich Kerker als Tipp mit.

Alle Beteiligten sind sich einig, dass sich der Einsatz trotz Corona und der gezwungenermaßen fehlenden Bürgerinnen und Bürger lohnt. Vielleicht ergibt sich im Laufe des Jahres noch Gelegenheit, gemeinsam an der Blühwiese zu verweilen. Dazu werden Einladungen erfolgen, wenn die Lage es zulässt. Ewald Thies vom NABU bietet an, die verschiedenen Bewohner der Wiese vorzustellen. Neben Bienen werden auch Hummeln und Schmetterlinge erwartet.

Wer selbst eine Blühwiese anlegen möchte findet Tipps im Internet. Eine Anleitung mit Video gibt es zum Beispiel vom NABU unter https://tinyurl.com/rn9ghx2.

Auf dem Foto von links nach rechts mit 1,5 m Corona-Abstand: Jürgen Hachmeister, Thomas Jahn, Martin Hoffmann, Birgit Kampmann und Erich Kerker auf dem Deutz

Im April erscheint die Zeitung der Leopoldshöher SPD. Sie wurde gemeinsam mit der Kreis-SPD entwickelt, um für etwas Ablenkung im Corona-Alltag zu sorgen.

Die Zeitung kommt mit der Tagespost in die Haushalte.

Edeka beantwortet Nachfrage zur Versorgungslage in Leopoldshöhe

Wer in den letzten Wochen seinen Einkauf in den Lebensmittelgeschäften der Gemeinde tätigen wollte, stand das ein oder andere Mal vor ausgedünnten Regalen. Im Besonderem mangelte es an Dingen wie Klopapier, Nudeln und Reis.

Immer mehr Bürger machten sich Gedanken über die Versorgung mit Lebensmitteln und wandten sich mit ihren Anliegen auch an die SPD. Andreas Brinkmann und Martin Hoffmann hatten noch vor einigen Wochen erfolgreich mit den Leopoldshöher Landwirten um deren Zukunft und Sorgen diskutiert. Keine vier Wochen später erreichen die beide immer wieder Anrufe und Mails mit Fotos von fast leeren Regalen und Fragen nach der Versorgungssicherheit. Sowohl Martin Hoffmann als auch Andreas Brinkmann glaubten zwar nicht an echte Versorgungsengpässe, wollten jedoch die Anliegen der Bürger ernst nehmen und zogen entsprechende Erkundigungen bei einem der örtlichen Versorger, der Edeka ein.

Andreas Brinkmann hatte im Rahmen der Vorbereitungen für die Podiumsdiskussion mit den örtlichen Landwirten einen Kontakt mit der Edeka Rhein-Ruhr mit Sitz in Moers, in Person von Frau Simone Erkens aufgebaut. Das Gebiet der Gemeinde Leopoldshöhe fällt in die Zuständigkeit der Edeka Rhein-Ruhr. Brinkmann stellte zunächst eine schriftliche Anfrage zur Versorgungslage in Leopoldshöhe. Die Antwort aus Moers ließ nicht lange auf sich warten. Frau Erkens bestätigte, dass grundsätzlich die Versorgung sichergestellt sei. Es gäbe jedoch einzelne Produkte die derart stark nachgefragt seien, dass sie bereits nach kurzer wieder vergriffen sind. Zu diesen Produkten gehöre unter anderem auch Klopapier und Nudeln. Eine sachliche Erklärung für die plötzlich erhöhte Nachfrage gebe es jedoch nicht. Die verkauften Mengen können unmöglich alle verbraucht worden sein. Daher darf davon ausgegangen werden, dass in zahlreichen Haushalten nun entsprechende Vorräte lagern. Klopapier scheint auch in Leopoldshöhe sehr begehrt zu sein. Martin Hoffmann verteilte per Facebook einige Pakete aus den Lagerbeständen seiner Software-Firma.

Wir alle hoffen nun auf eine baldige Normalisierung des Verbraucherverhaltens in der Coronakrise, auch im Interesse der Kolleginnen und Kollegen im Einzelhandel sowie unserer älteren Mitbürger.

Die Edeka gibt zudem im aktuellen Werbeflyer Hinweise, wann die Läden nicht zu voll sind.

Inhalt:

Unsere Blühwiesenmischung “Bienensommer” enthält ca. 35-40 verschiedene Blumenarten (z.B. roter und blauer Lein, Bienenweide, Schleierkraut, Kornblumen etc.). Die Wuchshöhe beträgt 30 – 60 cm. Diese Samenmischung wird auch vom Leopoldshöher Bauhof auf zahlreichen Flächen der Gemeinde verwendet.

Aussaatzeitpunkt:

Die Aussaat kann bereits im Frühjahr, je nach Witterung von Mitte April bis Mitte Juni erfolgen. Ein sonniger Standort ist zu bevorzugen.

Vorarbeiten:

Für die Aussaat ist es wichtig, dass der Boden möglichst frei von Bewuchs ist. Echte Profis entfernen die Grasnarbe vollständig. Vollständiges Abmähen ist aber auch ok. Anschließend kann der Boden umgegraben werden.

Grobe Kluten sollten mit der Hacke, Spaten und Harke zerkleinert werden. Danach werden große Steine und verbliebene Unkräuter entfernt. Die Fläche sollte circa 5 – 10 cm tief gelockert sein.

Anschließend kann die Einsaat vorgenommen werden. Zur Samenmenge kann als Saathilfe Sägemehl oder Sand beigemengt werden. So wird eine bessere Verteilung der Samen auf der Fläche gewährleistet. Die optimale Aussaattiefe beträgt zwischen 0,5 und 1,5 cm.

Aussaatmenge:

Ca. 5-7 g Samen werden pro m² Fläche verwendet. In unseren Tütchen befindet sich damit der Inhalt für ungefähr einen Quadratmeter.

Pflegearbeiten nach der Anlage:

Für den Keimvorgang benötigen die Pflanzen vor allem zu Beginn ausreichend Feuchtigkeit. Unter guten Voraussetzungen keimen die meisten Samen in ein bis zwei Wochen. Je nach Aussaatzeitpunkt blühen die Pflanzen zwischen Mai bis zum ersten Frost. Auf den meisten Böden ist keine weitere Düngung nötig.

Wieso?

Diese Blühmischung soll ein buntes und lebendiges Bild in Garten und Landschaft zaubern. Die ausgewählten Blumen dienen als Nahrungsgrundlage mit Pollen und Nektar für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln. Diese Insekten brauchen wir dringend zur Bestäubung unserer Nutzpflanzen.

Links

Rüdiger Ramme aus der Lokalzeit gibt hier Tipps in einem Video (Sendung vom 7.4.2020).

Auch der NABU hat eine Anleitung zum Anlegen einer Blühwiese erstellt.

Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Landwirtschaft trafen Bürger auf Leopoldshöher Bauern: „Umwelt-, Klimaschutz und Lebensmittelqualität- Können unsere Bauern das?“

Knapp zwei Stunden lang wurde fleißig diskutiert über die verschiedenen Aspekte der Landwirtschaft in Leopoldshöhe. Licht ins Dunkel brachten die Landwirte Bernd Hameier, Cord-Martin Frevert, Töns Meier zu Döldissen und Sven Meier zu Evenhausen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Bürgermeisterkandidat Martin Hoffmann und dem Ratsherrn aus Krentrup-Heipke, Andreas Brinkmann.

Am Beispiel einer Dose Heißwürstchen wurde zunächst ein handfestes Beispiel diskutiert. Die mit gutem Gewissen (weil Bio) erworbene Dose enthält Fleisch von einem Schwein, das quer durch Europa gefahren wurde. In diesem Fall mehr als 1300 km, einen Großteil der Strecke als Lebendtransport.

Diese langen Fahrten gehören leider heutzutage zur Regel. Früher kauften auch kleine Schlachtbetriebe in der Region Schweine der Landwirte. Diese sind, auch auf Grund strenger gesetzlicher Auflagen, verschwunden.

Jobst Flörkemeier vertritt die Regionalmarke LippeQualität. Hier liegt der Fokus auf regional erzeugten Produkten. Er bemängelt, dass die Landwirte an der aktuellen Situation nicht unschuldig sind. Neben der Politik hätten auch die Vertreter der Landwirte dem Strukturwandel wenig entgegengesetzt.

Die Leopoldshöher Landwirte zeigen sich vor allem darüber verärgert, dass es in Deutschland die höchsten Auflagen für die Landwirtschaft gibt, sie aber dennoch zu Weltmarkpreise produzieren sollen. Das führt natürlich zu einer Menge von Problemen. Weiterhin führe dieser hohe Verwaltungsaufwand dazu, dass sie mehr Zeit im Büro verbringen als auf dem Trecker.

Zur Auflockerung wurde ein kurzer Einspielfilm über technische Fortschritte mittels Sährobotern gezeigt. Martin Hoffmann wollte von den Landwirten wissen, ob sie in Zukunft eine Welt ohne Trecker sehen. Dieses verneinten die anwesenden Landwirte deutlich. Natürlich könne die fortschreitende technische Entwicklung eine Hilfe sein, aber eine Zukunft ohne große Fahrzeuge sehen sie nicht. Cord-Martin Frevert zeigte sich skeptisch, ob die Roboter präzise genug arbeiten. Bernd Hameier ergänzte, dass die Automation bereits den Weg in den Gemüsebau findet. Für die Pflege der Kulturen sei Handarbeit nötig, der Arbeitsmarkt für Erntehelfer ist jedoch leergefegt.

Im weiteren Verlauf der Diskussion sprachen Bürger Themen an, die ihnen auf den Herzen liegen. Die großen Maschinen der Landwirte beschädigen die Leopoldshöher Straßen. Bankette werden kaputtgefahren und müssen regelmäßig erneuert werden. Die Landwirte erwiderten, das mit kleinen Traktoren eine wirtschaftliche Bearbeitung der Flächen nicht mehr möglich sei. Es gelte in allen Bereichen „wachse oder weiche“.

Die Belastung des Trinkwassers durch Nitrat wurde ebenfalls diskutiert. Hier kann Bernd Hameier Entwarnung geben, Die Leopoldshöher Landwirte hätten das Problem frühzeitig erkannt. Auch durch den geringen Viehbestand in der Gemeinde ist die Nitratbelastung des Grundwassers nur gering ausgeprägt.

Die Landwirte machen sich Sorgen, dass der Flächenverbrauch nicht abnimmt. Für den Bau der B66 seien über 20ha Ackerland abgegeben worden. Immer mehr gute Böden werden vernichtet und sind somit unwiderruflich verloren. Martin Hoffmann zeigte sich zuversichtlich, dass die Politik in Zukunft nicht mehr nur nach Bevölkerungswachstum strebe. Gerade als Bürgermeister werde er sich mehr dafür einsetzen, dass neue Arbeitsplätze vor Ort entstehen, bevor neue Wohngebiete gebaut werden.

Zum Abschluss der Veranstaltung wird die gute Atmosphäre gelobt. Trotz unterschiedlicher Auffassungen wurde konstruktiv diskutiert. Der Dialog zwischen Landwirten und Bürgern soll weiter gepflegt werden.